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Warum deinem Pferd Bitterstoffe fehlen können
Wildlebende Pferde fressen im Laufe eines Jahres eine erstaunliche Vielfalt unterschiedlicher Pflanzen und beschränken sich dabei keineswegs nur auf Gräser: Neuere Untersuchungen mit genetischen Methoden zeigen, dass freilebende Pferde auch deutliche Mengen an Sträuchern und krautigen Pflanzen aufnehmen [1]. Damit verleiben sie automatisch auch eine große Bandbreite an sekundären Pflanzenstoffen ein, darunter verschiedene Bitterstoffe.
Im modernen Pferdealltag ist diese Vielfalt meist deutlich kleiner. Heu und Kraftfutter bilden die Grundlage der Fütterung und liefern wichtige Nährstoffe, die Bandbreite an Pflanzen und ihren natürlichen Inhaltsstoffen ist jedoch begrenzter. Hinzu kommt, dass viele unserer heutigen Futterpflanzen über Generationen gezielt auf hohen Ertrag, gute Schmackhaftigkeit und Verdaulichkeit selektiert wurden. Dabei kann sich auch die Zusammensetzung ihrer sekundären Pflanzenstoffe verändern.
Doch was genau steckt eigentlich hinter dem Begriff Bitterstoffe? Es handelt sich nicht um einen einzelnen Wirkstoff, sondern um einen Sammelbegriff für ganz unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu gehören beispielsweise Iridoidglykoside, Sesquiterpenlactone, Monoterpene und verschiedene phenolische Verbindungen. Welche Bitterstoffe eine Pflanze enthält, hängt dabei stark von ihrer Art ab.
Eine bitterstoffarme Fütterung bedeutet dabei nicht automatisch, dass deinem Pferd etwas fehlt oder Bitterstoffe zwingend ergänzt werden müssen. Sie zeigt aber, welche Rolle diese natürlichen Pflanzenstoffe für die Verdauung und den Stoffwechsel spielen können.
Was Bitterstoffe im Verdauungstrakt bewirken
Was passiert aber nun eigentlich, wenn dein Pferd Bitterstoffe wahrnimmt?
Bereits beim Kauen werden Bitterstoffe über spezielle Rezeptoren in der Maulhöhle erkannt. Dieser Reiz kann die Speichelsekretion anregen und weitere Verdauungsprozesse beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die Ausschüttung von Magensaft, Verdauungsenzymen und Galle [3]. Bitterstoffe können damit natürliche Abläufe der Verdauung unterstützen.
Genau hier setzt eine Bitterkräuter-Kur an: Sie soll diesen natürlichen Reflex reaktivieren, der im Alltag oft zu kurz kommt.
Warum wir Metabolan Equine entwickelt haben
Bitterstoffe kommen in der Natur nicht isoliert vor. Je nach Pflanze unterscheiden sich die enthaltenen Pflanzenstoffe und damit auch ihre Eigenschaften. Experimentelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass Kombinationen mehrerer Bitterpflanzen stärkere unterstützende Effekte zeigen können als einzelne Pflanzen [8]. Metabolan Equine wurde entwickelt, um die traditionelle Kraft verschiedener Bitterpflanzen in einer ausgewogenen Rezeptur zu verbinden. Statt nur auf eine einzelne Pflanze zu setzen, kombiniert die Rezeptur sechs bitterstoffreiche Bio-Pflanzen mit antioxidativ wirkenden Hagebuttenschalen*. Eine sorgfältig zusammengestellte Pflanzenmischung, die Stoffwechsel, Energiestoffwechsel und Leberfunktion ganzheitlich unterstützen soll.
Die 7 Pflanzen in Metabolan Equine im Überblick
#1. Mariendistel*
Kaum eine Heilpflanze ist am Pferd so gut dokumentiert wie die Mariendistel (Silybum marianum): In einer Studie führte die Gabe eines Silibinin-Phospholipid-Komplexes bei gesunden Pferden zu einer messbaren Erhöhung der antioxidativen Kapazität im Blutplasma und der Glutathionkonzentration in den Blutzellen [4]. Namensgebend sind die weißen Marmorierungen ihrer Blätter, denen eine Legende zufolge Muttermilch der Jungfrau Maria den Ursprung gab. In Metabolan Equine übernimmt sie die Rolle des am besten belegten Einzelstoffes der Mischung.
#2. Artischocke*
Die Artischocke (Cynara scolymus) verdankt ihren charakteristisch bitteren Geschmack vor allem dem Stoff Cynarin, der seit der Antike im Mittelmeerraum sowohl als Gemüse als auch als Heilpflanze kultiviert wird. In einer Laborstudie zeigte ein Artischockenextrakt eine moderate Hemmung der Pankreas-Lipase, eines an der Fettverdauung beteiligten Enzyms [5]. In der Mischung bringt sie damit einen eigenen, von der Mariendistel unabhängigen Ansatzpunkt am Fettstoffwechsel mit.
#3. Löwenzahn*
Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist im Volksmund vor allem als "Pusteblume" bekannt, sein französischer Name "pissenlit" verrät aber die eigentliche Tradition: Er gilt seit Langem als anregend für Ausscheidung und Gallenfluss. Verantwortlich dafür sind unter anderem die namensgebenden Bitterstoffe Taraxacin und Taraxacosid in Wurzel und Blatt. Anders als Mariendistel oder Artischocke liegt sein Schwerpunkt traditionell weniger auf der Leberzelle selbst, sondern auf dem Gallenfluss und der harntreibenden Wirkung.
#4. Wegwarte (Waldwegwartenkraut)*
Um die Wegwarte (Cichorium intybus) ranken sich Sagen: Ihre leuchtend blauen Blüten, die sich nur vormittags bei Sonnenschein öffnen, sollen einer Legende nach die Augen eines Burgfräuleins sein, das vergeblich am Wegesrand auf seinen Liebsten wartet. Botanisch interessanter ist ihre Wurzel, die bis zu 15 % Inulin enthält, einen Ballaststoff, der die Darmflora nährt. In gerösteter Form diente sie Jahrhunderte lang als Kaffee-Ersatz ("Muckefuck"). In der Mischung liefert sie damit einen präbiotischen Baustein, den die übrigen Kräuter nicht mitbringen.
#5. Brennnesselblätter*
Die Brennnessel (Urtica dioica) ist die Ausnahme im Kräuterquintett: Sie schmeckt kaum bitter, punktet stattdessen mit einem außergewöhnlich hohen Gehalt an Eisen, Kalium und Kieselsäure. Aus ihren Stängeln wurde bis ins 19. Jahrhundert der textile "Nesselstoff" gewonnen, ihre Brennhaare hielten schon römische Legionäre zum Wärmen bereit. In Metabolan Equine übernimmt sie damit weniger die Rolle des Bitterstofflieferanten, sondern die des Mineralstoff- und Nährstofflieferanten der Mischung.
#6. Schafgarbenkraut*
Ihren botanischen Namen Achillea millefolium verdankt die Schafgarbe einer griechischen Sage: Der Held Achilles soll seine Wunden im Trojanischen Krieg mit dieser Pflanze versorgt haben. Sie enthält ätherische Öle und Flavonoide, denen eine leicht krampflösende Wirkung auf die Verdauung nachgesagt wird. Innerhalb der Mischung übernimmt sie damit eher die beruhigende, krampflösende Komponente statt der reinen Bitterstoff- oder Leberwirkung.
#7. Hagebuttenschalen* als sinnvoller Begleiter
Hagebutten (Rosa canina) gehören neben der Brennnessel zu den nicht vorrangig bitter schmeckenden Zutaten der Rezeptur, punkten dafür aber mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt in der Kräutermischung: Ihre Schalen enthalten neben Vitamin C auch Polyphenole und Flavonoide, die ebenfalls nachweislich als Radikalfänger wirken. In der Mischung ergänzen sie die bitterstoffreichen Kräuter durch ihre antioxidativ wirksamen Pflanzenstoffe.
Für welche Pferde ist Metabolan Equine geeignet und wann ist eine Kur sinnvoll?
Metabolan Equine eignet sich für grundsätzlich gesunde Pferde und kann besonders in Phasen eingesetzt werden, in denen Verdauung und Stoffwechsel stärker gefordert sind. Traditionell werden Bitterkräuterkuren vor allem zu bestimmten Jahreszeiten oder nach besonderen Belastungen gefüttert:
- Im Frühjahr, etwa vier Wochen vor dem Weideauftrieb, als Begleitung der Umstellung auf frisches Weidegras
- Nach Entwurmungen oder Medikamentengaben, wenn der Stoffwechsel besonders gefordert sein kann
- Im Herbst, während des Fellwechsels
Laut Fütterungsempfehlung beträgt die Anwendungsdauer von Metabolan Equine 6 Wochen, bei einer Standarddosierung von 10 g pro 100 kg Körpergewicht täglich.
Wann sollte man zum Tierarzt?
Eine Kräuterkur ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Wenn dein Pferd anhaltend Gewicht verliert, deutlich weniger frisst, wiederkehrende Verdauungsprobleme zeigt, ungewöhnlich müde oder apathisch wirkt, ein stumpfes Fell entwickelt oder sich sein Verhalten deutlich verändert, sollte die Ursache zunächst tierärztlich abgeklärt werden. Auch bei bekannten Erkrankungen der Leber, Nieren oder des Verdauungssystems ist es sinnvoll, die Fütterung von Kräuterkuren vorher mit dem behandelnden Tierarzt abzustimmen.
Fazit
Der moderne Pferdestall kann die botanische Vielfalt der Wildweide nicht nachbilden. Eine zeitlich begrenzte Bitterkräuter-Kur kann helfen, die fehlenden Reize für Verdauung und Leberstoffwechsel gezielt zurückzubringen, sofern du auf die richtige Dosierung, Dauer und Pausen achtest.
🤖 Hinweis: Das Titelbild dieses Artikels wurde mithilfe von KI erstellt (KI-generiertes Bild).