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Das Wichtigste in Kürze
· Zecken sind meist harmlos: Das Risiko einer Übertragung von Borreliose steigt erst nach etwa 12 bis 24 Stunden, wenn die Zecke nicht rechtzeitig entfernt wird [1]
· Tägliche Kontrolle ist der beste Schutz: Regelmäßiges Putzen und Absuchen schützt zuverlässiger als jedes chemische Mittel
· Natürliche Helfer nutzen: Bestimmte Ätherische Öle können Zecken abwehren [2].
· Zistrose stärkt das Immunsystem und pflegt die Einstichstelle – kein direktes Repellent
· Pflege der Einstichstelle: Mit Zistrose kannst du die Einstichstelle optimal pflegen [3]
· Tierarzt bei Warnsignalen: Bei Fieber, Lahmheit oder Schwellungen nach einem Zeckenstich ist professionelle Hilfe nötig
Wie gefährlich sind Zecken wirklich?
· Zecken beim Pferd sind in den meisten Fällen zwar lästig, aber nicht gefährlich. Trotzdem solltest du sie ernst nehmen. Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist der häufigste Zeckentyp in Deutschland und kann Krankheitserreger übertragen.
· Die gute Nachricht: Nur etwa 4-10 % der Zecken tragen Borrelien in sich. Und selbst bei einer infizierten Zecke muss die Zecke 12-24 Stunden saugen, bis pathogene Bakterien überhaupt übertragen werden. Entfernst du die Zecke rechtzeitig, verhinderst du eine Übertragung zu 99 % [4, 5]. Nur ein kleiner Teil der betroffenen Pferde (oft <10%) entwickelt Symptome; unbehandelt wird sie typischerweise chronisch und verursacht Gelenk- und Nervenprobleme [6].
· In bekannten FSME-Gebieten tragen nur 0,1-5 % der Zecken den Erreger und selbst bei einer Übertragung bricht die Krankheit bei Pferden meist nicht aus. In Studien wiesen nur 13 % der infizierten Tiere Symptome auf. Die Sterblichkeit lag bei 0,4 % [5, 7].
· Besonders aufmerksam solltest du aber werden, wenn nach einem Zeckenstich Symptome wie Fieber, Lahmheit oder geschwollene Gelenke auftreten. Dann ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich.
Die 3 wichtigsten Zecken-Erkrankungen
Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen, doch die meisten Infektionen verlaufen mild oder sogar symptomlos [6]:
· Borreliose: Die häufigste von Zecken übertragene Erkrankung. Symptome sind unspezifisch Steifheit, Lahmheit oder geschwollene Gelenke. In fortgeschrittenen Fällen kann das Nervensystem betroffen sein.
· Anaplasmose: Äußert sich in Form von Gelbsucht und Lethargie. Heilt meist von selbst oder mit Hilfe von Antibiotika aus.
· FSME: Sehr selten bei Pferden. Kann Fieber, Krämpfe und Schreckhaftigkeit verursachen.
4 natürliche Maßnahmen gegen Zecken
Diese Schutzmaßnahmen haben sich in der Praxis bewährt und können Zeckenstiche effektiv vorbeugen. Entscheidend für den Erfolg ist die regelmäßige Anwendung.
Maßnahme #1: Tägliche Kontrolle
Die wichtigste und effektivste Maßnahme überhaupt. Beim täglichen Putzen solltest du dein Pferd systematisch nach Zecken absuchen, besonders an den Lieblingsstellen der Parasiten [6].
Anwendung: Kontrolliere täglich Kopf, Ohren, Achseln, Leistengegend und unter dem Bauch. Zecken erscheinen zunächst als winzige schwarze Punkte, die sich beim Saugen vergrößern [6].
📌 Praxis-Tipp: Nutze die Putzroutine als festen Kontrollzeitpunkt. So wird das Absuchen zur Gewohnheit und du entdeckst Zecken zuverlässig, bevor sie Schaden anrichten können.
Maßnahme #2: Immunsystem stärken
Ein starkes Immunsystem hilft deinem Pferd, mit Erregern besser umzugehen, falls es doch zu einer Übertragung kommt [8].
Anwendung: Ergänze das Futter regelmäßig mit immunstärkenden Kräutern wie unserer Zistrose, Hagebutte, Echinacea oder Brennnessel. Gerade die Zistrose kann hier ihre Stärken entfalten, indem sie die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützt. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung tragen zusätzlich dazu bei, das Immunsystem deines Pferdes nachhaltig zu stärken.
Maßnahme #3: Zistrose (Cistus incanus)
Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze enthält besonders viele Polyphenole und ist als Salbe besonders gut für die Pflege der Einstichstelle geeignet [3].
Anwendung: Zecke herausziehen und Cystus® Bio Salbe aufgetragen.
Auch für den Pferdebesitzer interessant: Informationen zur Rolle von Cystus® Bio Salbe bei der Vorbeugung von Borreliose beim Menschen findest du hier.
Maßnahme #4: Natürliche Repellents
Ätherische Öle wie Teebaumöl, Lavendelöl oder Zitroneneukalyptus können Zecken fernhalten und sind eine schonende Alternative zu chemischen Mitteln. In Kombinationen in Trägerölen (z. B. Kokosöl) empfohlen, um Reizungen zu vermeiden [2]. Zistrose zur Zeckenabwehr? Die Zistrose kann bei Zeckenbissen indirekt durch Unterstützung des Immunsystems oder bei externer Anwendung an der Einstichstelle wundheilungsfördernd und desinfizierend wirken. Eine direkte Wirkung gegen Zecken ist jedoch nicht belegt, auch wenn diese Annahme in einigen Foren weit verbreitet ist.
Anwendung: Mische 10–20 ml ätherisches Öl in eine Sprühflasche mit Wasser und sprühe es vor dem Weidegang auf das Fell deines Pferdes. Spare dabei die Augenpartie aus.
📌 Wichtiger Hinweis: Wenn nach einem Zeckenstich Symptome wie Fieber, Lahmheit oder Schwellungen auftreten, kontaktiere unbedingt deinen Tierarzt.
Zecke entdeckt? So entfernst du sie richtig
Falls du eine Zecke findest, ist schnelles Handeln gefragt. Je früher du sie entfernst, desto geringer das Infektionsrisiko.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
· Werkzeug bereitlegen: Verwende eine Zeckenzange, Pinzette oder einen speziellen Zeckenhaken
· Zecke greifen: Setze das Werkzeug möglichst nah an der Haut an
· Langsam herausziehen: Ziehe die Zecke gleichmäßig und ohne Drehen heraus – nicht quetschen!
· Stichstelle desinfizieren: Reinige die Stelle gründlich und trage idealerweise Cystus® Bio Salbe zur Pflege auf die Einstichstelle
· Beobachten: Kontrolliere die Stelle in den nächsten 2–4 Wochen auf Rötungen oder Schwellungen
Wann ein Tierarzt nötig ist
· Auch wenn die meisten Zeckenstiche harmlos verlaufen, gibt es Situationen, in denen du professionelle Hilfe holen solltest:
· Fieber über 38,5°C
· Lahmheit oder steifer Gang
· Geschwollene Gelenke
· Rötung oder Schwellung an der Bissstelle (besonders ringförmig)
· Appetitlosigkeit oder Apathie
· Verhaltensänderungen wie Schreckhaftigkeit
· Gelbfärbung der Schleimhäute
Fazit
Zecken sind für dein Pferd keine unmittelbare Gefahr, wenn du dein Pferd regelmäßig kontrollierst und natürliche Schutzmaßnahmen ergreifst. Mit den vorgestellten Maßnahmen, allen voran der täglichen Kontrolle, kannst du das Risiko von Krankheitsübertragungen auf ein Minimum reduzieren. Besonders bewährt zur Zeckenabwehr haben sich natürliche Helfer wie ätherische Öle. Stärke außerdem das Immunsystem deines Pferdes mit Cystus Equine®. So bleibt die Zeit im Grünen entspannt.
* Brennnessel ist dopingrelevant und sollte somit mindestens 48 Stunden vor einem Turnier nicht gegeben werden.