braunes Pferd von hinten auf Wiese, Wälder im Hintergrund

Kotwasser beim Pferd: Warum Hefe kein belegtes Mittel ist

Kotwasser beim Pferd ist ein häufiges Verdauungsproblem und beschäftigt viele Pferdehalter. Besonders oft wird empfohlen, Hefe gegen Kotwasser einzusetzen, doch gibt es dafür überhaupt wissenschaftliche Belege? In diesem Artikel erfährst du, welche Ursachen für Kotwasser beim Pferd aktuell diskutiert werden, warum die Darmflora nicht immer der entscheidende Faktor ist und was Studien tatsächlich über Hefe bei Kotwasser zeigen. Außerdem lernst du, welche Maßnahmen wie Fütterungsanpassungen, Heuwechsel oder pflanzliche Unterstützung nach heutigem Kenntnisstand die beste wissenschaftliche Grundlage haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kotwasser (Freies Fäkalwasser, FFW) tritt bei vielen Pferden auf. Die genauen Ursachen sind bis heute noch weitgehend ungeklärt [1]
  • Hefe (Saccharomyces cerevisiae) wird millionenfach als Hausmittel gegen Kotwasser beim Pferd empfohlen, doch es gibt bislang keine kontrollierten Studien, die diese Wirksamkeit belegen [2]
  • Hefe besitzt zweifellos wertvolle Eigenschaften, gegen Kotwasser scheint sie dennoch wirkungslos zu sein.
  • Eines der am häufigsten angeführten Argumente für den Einsatz von Hefe bei Kotwasser ist ihr positiver Einfluss auf das Darm-Mikrobiom. Zwei unabhängige Studien zeigen jedoch, dass sich das Mikrobiom von Pferden mit Kotwasser nicht von dem gesunder Pferde unterscheidet [3, 4].
  • Dass Hefe die Faserfermentation im Dickdarm fördern kann, ist ebenfalls belegt, daraus lässt sich jedoch keine Wirksamkeit bei der Behandlung von Kotwasser ableiten [5].

Ein hartnäckiges Problem und eine hartnäckige Empfehlung

Wenn ein Pferd Kotwasser hat, dauert es bei der Internetrecherche meist nicht lange, bis die erste Empfehlung auftaucht: Gib Hefe, das hilft! In Reiterforen, Facebook-Gruppen und auf Produktetiketten gilt Hefe fast schon als Allzwecklösung gegen die lästigen braunen Spuren an den Hinterbeinen.

Diese Empfehlung ist bisher kaum durch Forschung belegt und ein weit verbreitetes Missverständnis in der Pferdeheilkunde, das sich hartnäckig hält, weil es sich gut anfühlt und manchmal zu helfen scheint.

Dieser Artikel möchte nicht mit der Hefe an sich abrechnen. Hefe hat durchaus sinnvolle und wichtige Einsatzgebiete, nicht nur bei Pferden. Es geht darum, transparent zu sein: Was wissen wir wirklich über Kotwasser beim Pferd? Und was kann man von Hefe erwarten und was nicht?

Was ist Kotwasser beim Pferd überhaupt?

Kotwasser, in der Fachliteratur als Free Faecal Water (FFW) oder Free Faecal Liquid (FFL) bezeichnet, ist ein klar beschriebenes Phänomen: Das Pferd setzt normalen, geformten Kot ab, gleichzeitig tritt jedoch vor, während oder nach dem Abkoten zusätzlich flüssiges Wasser unkontrolliert aus dem After aus. Die Konsistenz des Kots selbst ist dabei häufig völlig normal. Genau das unterscheidet Kotwasser deutlich von Durchfall [1].

Die Folgen kennen viele Pferdehalter: verschmutzte Hinterbeine, braune Verfärbungen unter dem Schweif und gereizte Haut. Das ist unangenehm und pflegeintensiv, in den meisten Fällen jedoch kein Hinweis auf eine akute Erkrankung [1].

Wie häufig Kotwasser tatsächlich vorkommt, zeigt eine Umfrage unter 339 Pferdebesitzern in Skandinavien. Am häufigsten betroffen waren Warmblüter mit 53 Prozent. Wallache traten mit 57 Prozent häufiger auf als Stuten. Auffällig war außerdem, dass auf 48 Prozent der befragten Betriebe mehrere Pferde gleichzeitig Kotwasser zeigten [1]. Das spricht deutlich dafür, dass Haltungs- und Umweltfaktoren eine wichtige Rolle spielen.

Kotwasser beim Pferd: Ursachen sind bis heute nicht abschließend geklärt

Bei so einem häufigen Problem klingt es überraschend, dass die Ursachen bis heute noch nicht eindeutig geklärt sind [1]. Mehrere Hypothesen werden diskutiert, keine davon ist jedoch abschließend bewiesen.

Hypothese 1: Gestörte Wasserrückresorption im Dickdarm

Im gesunden Pferdedarm werden täglich große Flüssigkeitsmengen rücksresorbiert, vor allem im Blind- und Grimmdarm. Ist dieses fein abgestimmte System gestört, bleibt mehr freies Wasser im Darm zurück [2].

Hypothese 2: Zu viel Kraftfutter und Laktatüberschuss

Eine Studie von Lindroth et al. (2021) zeigte, dass Pferde mit Kotwasser im Durchschnitt deutlich mehr Kraftfutter erhielten als gesunde Vergleichspferde [2]. Gelangt überschüssige Stärke unverdaut in den Dickdarm, entsteht dort unter anderem Laktat, das Wasser bindet und ins Darmlumen zieht. Das gilt als möglicher Auslöser für Kotwasser beim Pferd [2, 9].

Hypothese 3: Heuqualität und Faserstruktur

Auch die Qualität des Raufutters scheint eine Rolle zu spielen. Unterschiede im Reifegrad oder in der botanischen Zusammensetzung des Heus können beeinflussen, wie gut Wasser im Nahrungsbrei gebunden wird [9]. In einigen Fällen besserte sich das Kotwasser beim Pferd bereits nach einem Heuwechsel [2].

Hypothese 4: Stress und Haltung

Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Kotwasser und Stressfaktoren wie häufigen Stallwechseln, wenig Weidegang oder sozialem Druck in der Herde [1]. Auch eine frühere Kolik trat bei betroffenen Pferden häufiger auf [2].

Hypothese 5: Gestörte Darmbarriere

Diskutiert wird außerdem eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand. Dadurch könnte vermehrt Flüssigkeit in den Darm gelangen. Eindeutig belegt ist dieser Mechanismus beim Pferd bisher allerdings nicht [2].

Und das Mikrobiom?

Da die Symptome häufig an eine gestörte Darmflora denken lassen, wurde untersucht, ob Pferde mit Kotwasser ein verändertes Mikrobiom haben. Die Ergebnisse fallen jedoch ernüchternd aus: Schoster et al. (2020) fanden in einer kontrollierten Studie keine signifikanten Unterschiede in Zusammensetzung oder Vielfalt der Darmflora zwischen betroffenen und gesunden Pferden, weder im Frühjahr noch im Herbst [3]. Auch Laustsen et al. (2021) kamen zu einem ähnlichen Ergebnis [4].

Das bedeutet nicht, dass das Mikrobiom keine Rolle spielt. Die einfache Gleichung Kotwasser gleich Dysbiose, also helfen Probiotika oder Hefe, lässt sich wissenschaftlich bislang jedoch nicht bestätigen [3, 4].

Hefe gegen Kotwasser beim Pferd: Was sie kann und was nicht

Welche Wirkung von Hefe belegt ist

Verschiedene Saccharomyces cerevisiae-Stämme wurden beim Pferd untersucht. Die am besten belegten Effekte betreffen die Faserfermentation im Dickdarm: Lebendhefe kann unter bestimmten Bedingungen die Aktivität zellulosespaltender Bakterien erhöhen und damit die Verdaulichkeit von Rohfaser verbessern [5]. Dieser Effekt ist besonders bei kraftfutterreichen Rationen relevant, da die hohe Stärkezufuhr die für die Faserverdauung wichtigen Mikroorganismen verdrängt [5]. Hefe kann außerdem den pH-Wert im Dickdarm stabilisieren [5] und liefert als Bierhefe wertvolle B-Vitamine und Aminosäuren [5]. Das macht Hefe zu einem sinnvollen Ergänzungsfuttermittel in den richtigen Situationen.

Welche Wirkung von Hefe bisher nicht belegt ist: Kotwasser beim Pferd behandeln

Auch wenn Hefe viele positive Effekte auf den Darm hat, konnte die Behandlung von Kotwasser beim Pferd bislang nicht belegt werden. Es fehlen belastbare Studien. Eine Studie aus dem Jahr 2021 zeigt ausdrücklich, dass die Wirksamkeit von Hefepräparaten bei Magen-Darm-Erkrankungen des Pferdes kaum untersucht wurde und bislang keine kontrollierten Studien zu Hefe als Behandlung von Kotwasser existieren [2].

Oft heißt es daher, die Evidenz sei schwach. Tatsächlich gibt es bisher schlicht keine kontrollierten Studien.

Lediglich ein einzelner Fallbericht beschreibt die Gabe von täglich 100 g Saccharomyces cerevisiae. Zwar wurden die Kotballen fester, das freie Kotwasser beim Pferd blieb jedoch bestehen [2]. Selbst in diesem Einzelfall verschwand das eigentliche Problem also nicht.

Hinzu kommt: Nicht jede Hefe ist gleich. Ergebnisse zu einem bestimmten Stamm lassen sich nicht auf andere Produkte übertragen [5, 10] und viele Präparate im Handel geben weder den genauen Stamm noch den Gehalt an lebenden Hefezellen an [5]. Man weiß oft nicht, was man kauft.

Kotwasser beim Pferd behandeln: Kurz zusammengefasst

Diese Maßnahmen haben die stärkste wissenschaftliche Grundlage oder sind in der Praxis gut belegbar:

  • Kraftfutter reduzieren: Betroffene Pferde erhielten in Studien deutlich mehr Kraftfutter als gesunde Tiere [2]. Stärkeüberschuss im Dickdarm gilt als möglicher Auslöser [2, 9].
  • Heu wechseln: Anderer Schnitt, andere Herkunft, andere botanische Zusammensetzung. In Einzelfällen reichte ein Heuwechsel allein aus [2].
  • Leinsamen: Die Schleimstoffe im Leinsamen legen sich schützend über die Darmschleimhaut und können die Verdauung regulieren [11].
  • Flohsamenschalen: Quellen im Darm auf und binden überschüssiges Wasser [12].
  • Cystus Equine: Die Polyphenole aus Cistus incanus könnten bei Kotwasser auf zwei Ebenen relevant sein, für die es Belege aus Humanstudien und Zellmodellen gibt. Zum einen können sie die Stabilität der Darmbarriere beeinflussen und einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand entgegenwirken [6]. Zum anderen reduzierten Cistus-Polyphenole in Zellmodellen proinflammatorische Botenstoffe wie IL-1, IL-6 und TNF-a [8]. Empfohlene Dosierung: 10 g pro 100 kg Körpergewicht täglich, bei akutem Kotwasser in den ersten Tagen 20-30 g pro 100 kg. Vorher in warmem Wasser einweichen.
  • Stress minimieren: Rangkämpfe, Fresskonkurrenz, mangelnder Auslauf und häufige Wechsel sind evidenzbasiert mit Kotwasser assoziiert [1].
  • Tierarzt einschalten: Wenn Symptome über 5 Tage anhalten oder Fieber, Apathie oder Koliksymptome hinzukommen.

Praxis-Tipp: Führe ein Fütterungstagebuch. So erkennst du schnell Zusammenhänge zwischen bestimmten Futtermitteln und dem Auftreten von Kotwasser.

Fazit: Ehrlichkeit statt Hausmittel-Automatismus

Hefe ist grundsätzlich ein wertvolles Futtermittel: Sie kann die Faserfermentation im Dickdarm unterstützen, liefert B-Vitamine und kann in bestimmten Situationen zur Stabilisierung der Darmflora beitragen [5]. Gegen Kotwasser beim Pferd hat sie sich bislang jedoch nicht wissenschaftlich bewährt [2] und das sollte ehrlich kommuniziert werden.

Die Wissenschaft zeigt: Kotwasser ist ein multifaktorielles Symptom mit unklarer Ursache [1]. Pferde mit Kotwasser zeigen kein verändertes Mikrobiom [3, 4], was den häufigsten Begründungsansatz für Hefe und Probiotika widerlegt. Futterumstellung [2], Stressreduktion [1] und Heuwechsel [2, 9] haben die stärkste Evidenz. Bewährte Hausmittel wie Leinsamen [11] und Flohsamenschalen [12] können unterstützend wirken. Wer pflanzliche Begleitung sucht, findet in den sekundären Pflanzenstoffen, den Polyphenolen, einen Ansatz mit nachvollziehbarer Wirkgrundlage [6, 7, 8]. Polyphenolhaltig ist neben Hagebutten vor allem Cistus incanus (Cystus Equine).

Der wichtigste Grundsatz bleibt: Verstehe das Problem, bevor du eine Lösung wählst.


🤖 Hinweis: Das Titelbild dieses Artikels wurde mithilfe von KI erstellt (KI-generiertes Bild).

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Häufig gestellte Fragen

Warum bekommt mein Pferd Kotwasser?

Die genauen Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden zu viel Kraftfutter, schlechte Heuqualität, Stress und ungünstige Haltungsbedingungen. Häufig spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.



Hilft Hefe gegen Kotwasser beim Pferd?

Bislang nicht nachweislich. Es gibt keine kontrollierten Studien, die eine Wirksamkeit von Hefe (Saccharomyces cerevisiae) bei Kotwasser belegen. Ein einzelner Fallbericht beschreibt zwar festere Kotballen nach Hefegabe, das freie Fäkalwasser blieb jedoch bestehen.



Was hilft wirklich gegen Kotwasser beim Pferd?

Die stärkste wissenschaftliche Grundlage haben Kraftfutterreduktion, ein Heuwechsel und Stressminimierung. Unterstützend können Leinsamen, Flohsamenschalen und Polyphenole aus Cistus incanus wirken.



Ab wann sollte ich mit meinem Pferd zum Tierarzt?

Wenn das Kotwasser länger als fünf Tage anhält oder Begleitsymptome wie Fieber, Apathie oder Koliksymptome auftreten, ist tierärztliche Abklärung dringend empfohlen.

Disclaimer

Die in diesem Artikel vorgestellten Hausmittel, Kräuter und Empfehlungen basieren auf praktischen Erfahrungen und traditionellem Wissen. Sie ersetzen jedoch keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen solltest du immer einen Tierarzt konsultieren. Jedes Pferd reagiert individuell auf Behandlungen, daher können die genannten Mittel unterschiedlich wirken. Die Anwendung der Hausmittel erfolgt auf eigene Verantwortung.

*Die markierten Pflanzen fallen unter doping-relevante Substanzen und sollten daher mind. 48 Stunden vor einem Turnier nicht verfüttert werden.

Kristin Trabandt

Kristin Trabandt

Versiert mit Ernährung für Pferde

Kristin Trabandt arbeitet bei Dr. Pandalis und ist langjährig versiert mit der Ernährung bei Pferden, insbesondere im Bereich pflanzlicher Wirkstoffe wie Cistus incanus. Mit ihrer Erfahrung verbindet sie traditionelles Wissen mit moderner Pferdeernährung.

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Quellen

[1] Lindroth KM, Lindberg JE, Müller CE. Differential defecation of solid and liquid phases in horses – descriptive survey. Animals (Basel). 2020;10(10):1806. doi: 10.3390/ani10101806. URL:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33023171/

[2] Lindroth KM, Lindberg JE, Johansen A, Müller CE. Feeding and
Management of Horses with and without Free Faecal Liquid: A Case-Control Study. Animals (Basel). 2021;11(9):2552. doi: 10.3390/ani11092552. URL:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8465618/

[3] Schoster A et al. Dysbiosis is not present in horses with fecal water syndrome when compared to controls in spring and autumn. J Vet Intern Med. 2020;34:1614–1621. doi: 10.1111/jvim.15778. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32468654/

[4] Laustsen L et al. Free Faecal Water: Analysis of Horse Faecal Microbiota and the Impact of Faecal Microbial Transplantation on Symptom Severity. Animals (Basel). 2021;11(10):2776. doi: 10.3390/ani11102776. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8533009/

[5] Elghandour MMMY et al. The Role of Yeast Saccharomyces cerevisiae in Supporting Gut Health in Horses. Animals (Basel). 2022;12(24):3475. doi: 10.3390/ani12243475. URL: https://www.mdpi.com/2076-2615/12/24/3475

[6] Catarino MD et al. Catechin and Procyanidin B2 Modulate the Expression of Tight Junction Proteins in Human Intestinal Cell Monolayers. Nutrients. 2019;11(11):2592. doi: 10.3390/nu11112592.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6836206/ [Humanstudie / Zellmodell]

[7] Duda-Chodak A et al. The Interactions between Polyphenols and Microorganisms, Especially Gut Microbiota. Antioxidants (Basel). 2021;10(2):188. doi: 10.3390/antiox10020188.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7911950/ [Review, überwiegend Humandaten]

[8] Rossi A et al. A Cistus incanus Extract Blocks Psychological Stress Signaling and Reduces Neurogenic Inflammation. Cosmetics. 2023;10(1):4. doi: 10.3390/cosmetics10010004. URL: https://www.mdpi.com/2079-9284/10/1/4
[Humanstudie / in-vitro-Modell]

[9] Lindroth KM et al. Chemical composition and physical characteristics in faeces from horses
with and without free faecal liquid – two case-control studies. BMC Vet Res. 2022. doi: 10.1186/s12917-022-03159-x. URL:
https://bmcvetres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12917-022-03159-x

[10] Mackenthun E et al. Effects of different amounts of Saccharomyces cerevisiae supplementation on
apparent digestibility and faecal parameters in horses. Livest Sci. 2013. doi: 10.1016/j.livsci.2015.11.003. URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1871141315300494

[11] Mueed A, Shibli S, Korma SA et al. Flaxseed Bioactive Compounds: Chemical Composition, Functional Properties, Food Applications and Health Benefits-Related Gut Microbes. Foods. 2022;11(20):3307. doi: 10.3390/foods11203307. URL:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9602266/

[12] Jalanka J, Major G, Murray K et al. The Effect of Psyllium Husk on Intestinal Microbiota in Constipated Patients and Healthy Controls. Int J Mol Sci. 2019;20(2):433. doi:
10.3390/ijms20020433. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6358997/