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Das Wichtigste in Kürze
● Druse ist eine hochansteckende bakterielle Erkrankung, verursacht durch Streptococcus equi, die vor allem junge Pferde betrifft
● Typische Symptome sind Fieber, geschwollene Lymphknoten im Hals- und Rachenbereich sowie eitriger Nasenausfluss
● Eine schnelle Isolierung erkrankter Pferde ist entscheidend, um eine Ausbreitung im Stall zu verhindern
● Mit der richtigen Behandlung und Pflege heilt Druse meist ohne bleibende Schäden aus, unbehandelt kann sie jedoch tödlich enden
Schnell-Check
Die ersten Anzeichen einer Druse zu erkennen, ist der entscheidende erste Schritt für eine erfolgreiche Behandlung. Druse unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Atemwegsinfekt durch die charakteristische Kombination aus Fieber und stark geschwollenen Lymphknoten. Eine genaue Beobachtung deines Pferdes hilft dir, frühzeitig zu handeln und eine Ausbreitung zu verhindern. Die Symptome entwickeln sich meist 3 bis 14 Tagen nach der Ansteckung und äußern sich durch:
● Hohes Fieber (über 39°C), das plötzlich auftritt und mehrere Tage anhält
● Stark geschwollene Lymphknoten im Hals- und Rachenbereich, die sich warm anfühlen
● Eitriger, gelblich-grüner Nasenausfluss, der zunächst wässrig beginnt
● Husten und Schluckbeschwerden, das Pferd streckt oft den Hals
● Appetitlosigkeit und allgemeine Schwäche, das Pferd wirkt apathisch
Wann wird Druse gefährlich?
Druse ist grundsätzlich eine ernste Erkrankung, die niemals unterschätzt werden sollte. Besonders gefährlich wird es, wenn die geschwollenen Lymphknoten die Atemwege einengen oder die Infektion auf andere Körperregionen übergreift. Bei der sogenannten metastatischen Druse können sich Abszesse in den Luftsäcken, der Bauchhöhle oder sogar im Gehirn bilden. Ohne angemessene Behandlung kann die Erkrankung tödlich verlaufen, vor allem bei jungen, alten oder immungeschwächten Pferden.
📌 Quick-Tipp: Bei Verdacht auf Druse solltest du sofort einen Tierarzt kontaktieren. Die Erkrankung erfordert professionelle Diagnose und Behandlung!
In 7 Schritten gegen Druse
Wenn das Pferd unter Druse leidet, ist tierärztliche Hilfe notwendig. Trotzdem kannst du in der Zwischenzeit schon erste eigene Schritte einleiten, um dein Pferd und alle weiteren Tiere deines Hofes zu schützen und unterstützen.
Schritt 1: Sofortige Isolierung des betroffenen Pferdes
Das erkrankte Pferd muss umgehend von anderen Pferden getrennt werden, da Druse hochansteckend ist und sich schnell von Pferd zu Pferd überträgt. Bringe dein Pferd in eine separate Box mit eigenem Futterplatz und Wassertränke. Achte darauf, dass mindestens 50 Meter Abstand zu gesunden Pferden eingehalten werden. Die Bakterien können sich durch direkten Kontakt oder kontaminierte Gegenstände übertragen, weshalb das Isolieren enorm wichtig ist.
Schritt 2: Tierärztliche Diagnose und Behandlungsplan
Ein Tierarzt muss die Diagnose durch klinische Untersuchung und Labortest bestätigen. Er wird einen Nasenabstrich nehmen, um das Bakterium Streptococcus equi nachzuweisen. Basierend auf dem Schweregrad der Erkrankung entwickelt er einen individuellen Behandlungsplan. Eine antibiotische Behandlung wird nur in schweren Fällen eingesetzt, da sie die natürliche Abszessbildung behindern kann.
📌 Quick-Tipp: Dokumentiere alle Symptome mit Fotos und Temperaturmessungen. Das hilft dem Tierarzt bei der Diagnose und Verlaufskontrolle.
Schritt 3: Unterstützende Pflege und Symptomlinderung
Biete deinem Pferd weiches, angefeuchtetes Heu an, da das Schlucken schmerzhaft ist. Sorge für eine staubfreie Umgebung und ausreichende Belüftung. Fiebersenkende Mittel können nach tierärztlicher Anweisung gegeben werden. Warme Umschläge an den geschwollenen Lymphknoten können das Reifen der Abszesse fördern und Schmerzen lindern. Sprich dich dabei aber immer mit deinem Tierarzt ab.
Schritt 4: Förderung der Abszessreifung
Die geschwollenen Lymphknoten müssen reifen und aufplatzen, damit der Eiter abfließen kann. Zugsalben können diesen Prozess beschleunigen. Beobachte die Schwellungen täglich. Sobald die Abszesse aufgebrochen sind, spüle die Wunden vorsichtig mit einer milden Desinfektionslösung, um die Übertragung von pathogenen Bakterien zu unterbinden.
Schritt 5: Stärkung des Immunsystems
Unterstütze das Immunsystem deines Pferdes mit antioxidativ wirkenden Kräuter wie Cistus incanus (z.B. in Cystus Equine® enthalten). Die in der Zistrose enthaltenen Polyphenole unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte. Achte zusätzlich auf eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Vitaminen und Mineralstoffen.
Schritt 6: Hygienemaßnahmen und Desinfektion
Alle Gegenstände, die mit dem erkrankten Pferd in Kontakt gekommen sind, müssen gründlich desinfiziert werden. Dazu gehören Putzzeug, Halfter, Tränken und Futtergeschirr. Wasche dir nach jedem Kontakt gründlich die Hände und wechsle die Kleidung. Damit du andere Pferde nicht ansteckst, benutze separate Arbeitskleidung für die Pflege des kranken Pferdes,
Schritt 7: Überwachung der Genesung
Die Genesung verläuft meist über mehrere Wochen. Messe täglich die Temperatur und beobachte das Allgemeinbefinden. Erst wenn das Pferd mindestens 14 Tage fieberfrei ist und keine Symptome mehr zeigt, kann es wieder in Kontakt mit anderen Pferden treten. Ein Kontrollabstrich beim Tierarzt bestätigt, dass keine Erreger mehr ausgeschieden werden.
Mythen und Irrtümer: Was nicht hilft
Leider kursieren viele Falschinformationen über die Druse-Behandlung, die wirkungslos oder sogar schädlich sein können. Daher solltest du immer nur auf bewährte Methoden setzen.
● Antibiotika helfen immer bei Druse: Tatsächlich können sie in der Frühphase die natürliche Abszessbildung behindern und zu chronischen Verläufen führen. Sprich dich für die Antibiotikagabe vorher unbedingt mit deinem Tierarzt ab
● Kaltes Wasser kühlt die Schwellungen: Warme Umschläge sind effektiver, da sie die Durchblutung fördern und das Reifen der Abszesse beschleunigen
● Erkrankte Pferde dürfen nicht trinken: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essentiell für die Genesung, auch wenn das Schlucken schmerzhaft ist. Nach Absprache mit dem Tierarzt kannst du auch einen Kräutertee mit Honig aufbereiten, um das Immunsystem deines Pferdes zu unterstützen
● Nach überstandener Druse kann sich das Pferd nicht mehr anstecken: Die Immunität hält nur etwa ein Jahr an, eine erneute Infektion ist möglich. Jedoch gibt es Impfungen, die dein Pferd langanhaltend schützen können. Bitte sprich dich vor einer möglichen Impfung aber auch mit deinem Tierarzt ab
So kannst du Druse vorbeugen
Vorbeugen ist nicht nur besser als behandeln, sondern erspart dir und deinem Pferd auch erheblichen Stress. Besonders in Stallgemeinschaften ist die Vorbeugung essentiell, da sich Druse rasant ausbreiten kann.
Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist eine gute Stallhygiene und ein starkes Immunsystem der Pferde. Neue Pferde sollten immer eine Quarantänezeit durchlaufen, bevor sie zu der bestehenden Herde stoßen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und stressfreie Haltungsbedingungen. Überfüllte Ställe und schlechte Luftqualität begünstigen Infektionen erheblich.
Präventionsmaßnahmen:
● Regelmäßige Stallhygiene mit gründlicher Desinfektion aller Oberflächen und Gegenstände
● Unterstützung des Wohlbefindens mit hochwertigem Cystus Equine® als tägliche Futterergänzung
● Vermeidung von Stress durch bedarfsgerechte Haltung und ausreichend Kontakt zu anderen Pferden
Wann du einen Tierarzt konsultieren solltest
Bei Verdacht auf Druse solltest du niemals zögern und umgehend tierärztliche Hilfe holen, da es sich um eine meldepflichtige und potentiell tödliche Erkrankung handelt. Selbst bei milden Symptomen kann sich der Zustand schnell verschlechtern, besonders bei jungen oder immungeschwächten Pferden. Manche Symptome können auch auf andere ernste Grunderkrankungen hinweisen, die eine spezielle Behandlung erfordern. Im Zweifel ist es immer besser, einmal zu viel als zu wenig den Experten zu konsultieren. Nur ein Tierarzt kann die richtige Diagnose stellen und einen angemessenen Behandlungsplan entwickeln.
Diese Symptome erfordern sofortigen tierärztlichen Besuch:
● Plötzliches hohes Fieber über 39 °C, besonders in Kombination mit anderen Symptomen
● Stark geschwollene Lymphknoten, die die Atmung behindern oder das Schlucken unmöglich machen
● Atemprobleme oder pfeifende Atemgeräusche durch Verengung der oberen Atemwege
● Vollständige Verweigerung von Futter und Wasser über mehr als 24 Stunden
● Blutiger oder sehr starker eitriger Nasenausfluss
● Anzeichen von Krämpfen, Gleichgewichtsstörungen oder anderen neurologischen Symptomen
An alles gedacht? Unsere Checkliste
● Sofortige Isolierung des erkrankten Pferdes von der Herde
● Tierärztliche Untersuchung und Diagnosestellung durch Labortest
● Tägliche Temperaturmessung und Dokumentation aller Symptome
● Warme Umschläge auf geschwollene Lymphknoten zur Förderung der Abszessreifung
● Hygienemaßnahmen: Desinfektion aller Gegenstände und separate Arbeitskleidung
● Unterstützung des Immunsystems durch Cystus Equine® und leicht schluckbarer Ernährung
● Geduld während der Heilungsphase und erst nach 14 Tagen Symptomfreiheit wieder Kontakt zu anderen Pferden
Fazit
Druse ist zwar eine ernste Erkrankung, aber mit dem richtigen Wissen und schnellem Handeln kannst du deinem Pferd effektiv helfen. Denke daran, dass Prävention der beste Schutz ist und eine starke Immunabwehr der Schlüssel für gesunde Pferde.