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Das Wichtigste in Kürze
- Anzeichen einer Lebererkrankung beim Pferd sind häufig unspezifisch und können zum Beispiel Gewichtsverlust, stumpfes Fell oder Leistungsabfall umfassen.
- Die Leber verfügt über große Reserven, weshalb sichtbare Symptome teilweise erst bei einer deutlicheren Beeinträchtigung auftreten [2].
- Eine bedarfsgerechte Fütterung und ein gesundes Körpergewicht können dazu beitragen, den Stoffwechsel zu entlasten.
- Mariendistel* gehört zu den Pflanzen, deren Inhaltsstoffe auch direkt beim Pferd untersucht wurden [4].
- Bei auffälligen oder anhaltenden Symptomen gehört die Ursache in tierärztliche Abklärung.
Welche Aufgaben hat die Leber beim Pferd?
Die Leber ist eine echte Schaltzentrale des Stoffwechsels. Sie verarbeitet Nährstoffe aus dem Futter, baut Stoffwechselprodukte ab, speichert Energie und bestimmte Nährstoffe und übernimmt zahlreiche weitere wichtige Aufgaben im Körper. Auch beim Eiweißstoffwechsel spielt sie eine zentrale Rolle: Beim Abbau von Eiweiß entsteht unter anderem Ammoniak, das in der Leber zu Harnstoff umgewandelt wird [1].
Das Besondere an der Leberfunktion beim Pferd: Das Organ verfügt über große funktionelle Reserven. Es kann seine Aufgaben lange erfüllen, ohne dass äußerlich etwas auffällt. Genau das macht Leberprobleme so tückisch: Deutliche klinische Anzeichen zeigen sich häufig erst, wenn die Leberfunktion bereits stärker beeinträchtigt ist [2].
Anzeichen für Leberprobleme beim Pferd
Eine Lebererkrankung beim Pferd macht sich oft nicht sofort eindeutig bemerkbar. Gerade die ersten Anzeichen können unscheinbar sein und werden leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Auffälliger wird es erst, wenn die Leberfunktion bereits stärker beeinträchtigt ist [2].
Mögliche Symptome sind:
- Gewichtsverlust trotz ausreichender Futteraufnahme
- Verminderte Leistungsbereitschaft und Apathie
- Appetitlosigkeit
- Stumpfes, glanzloses Fell
- In ausgeprägten Fällen: gelbliche Schleimhäute, Verhaltens- oder neurologische Veränderungen sowie eine Photosensibilisierung an unpigmentierten Hautstellen [2, 3]
⚠️ Wichtig: Diese Anzeichen sind nicht spezifisch für eine Lebererkrankung und können auch andere Ursachen haben. Ob die Leber tatsächlich beeinträchtigt ist, lässt sich daher nicht allein anhand der Symptome beurteilen. Eine tierärztliche Untersuchung mit entsprechenden Blutwerten, unter anderem Leberenzymen und Gallensäuren, kann bei der Abklärung helfen.
Was die Leber des Pferdes im Alltag besonders fordert
Neben einer eiweißreichen Fütterung können auch Übergewicht und Stoffwechselstörungen die Leber zusätzlich beanspruchen. Gerät der Fettstoffwechsel aus dem Gleichgewicht, kann sich Fett im Lebergewebe anreichern, insbesondere bei Pferden mit bestehenden Stoffwechselproblemen. Auch die Verstoffwechselung von Medikamenten sowie eine mögliche Belastung des Futters mit Schimmelpilzgiften stellen zusätzliche Anforderungen an die Leber.
5 Wege, die Leber beim Pferd natürlich zu unterstützen
Weg #1: Mariendistel* beim Pferd gezielt einsetzen
Mariendistel* (Silybum marianum) ist eine Heilpflanze, deren Inhaltsstoffe auch beim Pferd untersucht wurden. In einer Studie erhielten gesunde Pferde eine speziell aufbereitete Form des Mariendistel-Wirkstoffs Silibinin. Dabei wurde Silibinin mit sogenannten Phospholipiden verbunden. Diese spezielle Kombination soll dazu beitragen, dass der Wirkstoff besser vom Körper aufgenommen und genutzt werden kann.
Die Ergebnisse waren interessant: Bei den Pferden verbesserten sich die körpereigenen Schutzmechanismen gegen oxidativen Stress. Außerdem stieg der Gehalt an Glutathion in den Blutzellen. Glutathion ist ein körpereigener Schutzstoff, der Zellen dabei unterstützt, sich vor schädlichen Stoffwechselprodukten zu schützen [4].
Weg #2: Bitterpflanzen kombinieren statt einzeln füttern
In der Phytotherapie wird Mariendistel* häufig mit weiteren bitterstoffreichen Pflanzen wie Löwenzahn*, Wegwarte* oder Artischocke* kombiniert. Der Gedanke dahinter: Verschiedene Pflanzenstoffe können sich in ihren Eigenschaften ergänzen. Auch Metabolan Equine setzt auf eine solche Kombination und vereint mehrere dieser Pflanzen mit antioxidativ wirkenden Hagebuttenschalen*, um den Energiestoffwechsel und die Leberfunktion des Pferdes auf pflanzliche Weise begleitend zu unterstützen.
Weg #3: Eiweißzufuhr im Blick behalten
Beim Eiweiß gilt: So viel wie nötig, aber nicht mehr, als das Pferd tatsächlich braucht. Gerade bei Pferden, die wenig bewegt werden und einen eher geringen Energiebedarf haben, lohnt sich deshalb ein Blick auf die Eiweißversorgung. Eine übermäßige Eiweißzufuhr kann den Stoffwechsel zusätzlich beanspruchen und die Leber stärker fordern [1].
Weg #4: Gewicht und Stoffwechsel kontrollieren
Behalte das Gewicht deines Pferdes regelmäßig im Auge. Eine einfache Möglichkeit dafür ist das Body Condition Scoring (BCS). Dabei wird die Körperkondition des Pferdes anhand bestimmter Merkmale beurteilt. So lässt sich Übergewicht frühzeitig erkennen und gegensteuern. Das kann dazu beitragen, den Stoffwechsel zu entlasten und unnötige Anforderungen an die Leber zu vermeiden.
Weg #5: Leberkur zum richtigen Zeitpunkt
Eine Bitterkräuter-Kur wird traditionell besonders im Frühjahr vor dem Weideauftrieb, nach Entwurmungen sowie während des Herbstfellwechsels eingesetzt, um die Leber in stoffwechselintensiven Phasen zu begleiten. Eine Kräutermischung wie Metabolan Equine lässt sich in diesen Phasen unkompliziert ins Futter integrieren.
Wann muss ein Pferd mit Leberproblemen zum Tierarzt?
- Anhaltender Gewichtsverlust trotz guter Fütterung
- Gelbfärbung von Schleimhäuten oder Lidbindehaut
- Auffällige Verhaltensänderungen wie Apathie oder Kopfpressen
- Wiederkehrende Koliksymptome
Fazit: Die Leber beim Pferd im Alltag begleiten
Die Leber deines Pferdes arbeitet meist unbemerkt im Hintergrund, bis deutliche Anzeichen auftreten. Mit einer bedarfsgerechten Fütterung, Gewichtskontrolle und gezielten Bitterkräuter-Kuren zu den richtigen Zeitpunkten kannst du sie im Alltag sinnvoll unterstützen.
🤖 Hinweis: Das Titelbild dieses Artikels wurde mithilfe von KI erstellt (KI-generiertes Bild).